Vorbericht Bezirksligaspiel TSV Wertingen-SSV Höchstädt

(JFI). In das heutige Derby um 15:30 Uhr auf dem Wertinger Judenberg gehen die beiden Landkreiskonkurrenten aus Wertingen und Höchstädt diesmal unter verschiedenen Voraussetzungen in die Partie. Während für die Rothosen von der Donau die Saison gelaufen ist haben die Piak-Schützlinge durchaus noch die Möglichkeit, als Meister in die Bezirksoberliga aufzusteigen. Nachdem der Mannschaft von Trainer Piak logischerweise nun auch die drei Punkte aus dem Spiel gegen den FC Schrobenhausen durch das Sportgericht gutgeschrieben wurden, rangiert der heutige Gastgeber mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TSV Aindling II auf dem zweiten Tabellenplatz. Wenn es aus Sicht der Wertinger "normal" läuft, würde es am letzten Spieltag zum großen Showdown auf dem Judenberg gegen die Bayernliga-Reserve kommen. Das es nicht "normal" läuft, wollen die Rothosen verhindern und zumindest einen Zähler aus Wertingen nach Hause bringen. Der Druck in diesem Spiel liegt daher eindeutig auf Seiten des TSV, die Höchstädter können dagegen unbeschwert diese Partie angehen. Da der TSV seit der Winterpause durch Höchstädt`s ehemaligen und langjährigen Trainer Peter Piak gecoacht wird, verleiht dieser Begegnung einen besonderen Reiz, der Umstand das mit Nicolas Korselt, Uli Bunk und Rainer Grimminger zur neuen Saison gleich drei Höchstädter über die Donau wechseln dazu noch die nötige Brisanz für ein spannendes Derby. Die Mannschaft wird voraussichtlich mit dem gleichen Kader sowie der selben Startformation wie gegen den TSV Rain in die Partie gehen, da die Mannschaft bis auf den verletzten Bernd Sluka weitgehend komplett antreten kann, einzig hinter dem Einsatz von Stephan Schwenkreis steht noch ein Fragezeichen. Ob der routinierte Defensivspieler auch im Derby auflaufen kann, entscheidet sich erst beim Aufwärmen vor der Begegnung.

Voraussichtliche Aufstellung:
Häring; Lorenz, Brink F., Nuraj, Bunk, Schwenkreis (?), Skrotzki, Wanek, Zweigardt, Baselt, Grimminger, Mayerle, Kehrle, Schmid, Korselt
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Spielbericht TSV Wertingen-SSV Höchstädt (0:1) 5:2

(JFI). Sieben Tore geschossen, trotzdem mit 2:5-Toren verloren lautet das Fazit für die Höchstädter Bezirksliga-Fußballer am vergangenen Samstag im Derby beim TSV Wertingen. Während die Donaustädter im ersten Spielabschnitt spielerisch das bessere Team stellten und verdient mit einer 1:0-Führung in die Kabinen gingen, sorgte ein siebenminütiger Blackout der Rothosen zwischen der 53. und 60. Spielminute für die Entscheidung in diesem Spiel. Die Wertinger haben nun beste Chancen im Kampf um die Meisterschaft, die Höchstädter können ihrerseits mit den beiden letzten Saisonspielen gegen die designierten Absteiger Rinnenthal und Schrobenhausen die Saison ausklingen lassen. Im ersten Spielabschnitt kamen die Donaustädter besser ins Spiel und zeigten sich im Spielaufbau abgeklärter. So setzte Youngster Florian Baselt bereits nach sieben Spielminuten ein erstes Zeichen, als er das Spielgerät aus zwnzig Metern knapp über die Querlatte donnerte, drei Minuten später hämmerte SSV-Angreifer Christoper Schmid das Leder aus aussichtsreicher Position aus halbrechter Position übers Kreuzeck. Die Gastgeber ihrerseits versuchten ihr Heil mit weiten Bällen auf Torjäger Ali Dabestani oder Standartsituationen, die aber von den Höchstädtern immer wieder abgefangen wurden. Die einzig nennenswerte Tormöglichkeit für die Hausherren datierte aus der 24. Minute, als nach einem Eckball Alexander Lechner zum Kopfball kam, der Ball aber vom am Innenpfosten stehenden Islam Nuraj geklärt wurde. Mit einem sehenswerten Angriff erzielten die Rothosen dann die 1:0-Führung, als Schmid auf der Außenbahn zu einem Solo ansetzte und den im Zentrum wartenden Fabian Brink mustergültig bediente. Letzterer hatte keine Mühe, die Vorlage zur Führung einzuschieben. Was dann zwischen der 53. und 60. Minute in die Höchstädter Defensive gefahren ist, ist rationell nicht zu erklären. So schnappte sich TSV-Mittelfeldakteur Christoph Kehrle nach einem Missverständnis frei nach dem Motto "nim Du ihn, ich hab ihn sicher" die Kugel und bediente TSV-Angreifer Moritz Hempel, der problemlos zum Ausgleich einköpfen konnte. Nur sechzig Sekunden leisteten sich die Rothosen mit einem zu kurzen Rückpass den nächsten Fauxpas und luden Dabestani förmlich zum Toreschießen ein, die Führung für die Gastgeber war perfekt. Da anscheinend "alle guten Dinge drei sind" ließ der nächste Treffer auch nicht lange auf sich warten, wiederum Dabestani nutzte eine Unstimmigkeit weitere sechzig Sekunden später in der SSV-Abwehr zur 3:1-Führung. Für die vorzeitige Entscheidung sorgte der Iraner dann nach einer Stunde Spielzeit, als er nach einem weiten Ball die Höchstädter Hintermannschaft düpierte und zum 4:1 gekonnt einschoß. Zwar erzielten die Donaustädter im direkten Gegenzug nach Zuspiel von Schmid durch Thomas Kehrle noch den 2:4-Anschlußtreffer, frei nach Felix Magath war "der Drops aber bereits gelutscht". Für den Schlußpunkt der Partie sorgte dann Kehrle`s Bruder Christoph auf der Gegenseite, als er nach einem erneuten Abspielfehler der Höchstädter sich die Kiugel schnappte und nach einem Spurt über das halbe Spielfeld überlegt zum 5:2-Endstand für seine Farben einschoß.

TSV: Gebauer; King Tob., Rauner, Jall (62. Knötzinger), Reitenberger, Hernadi, Kehrle, Lechner (84. Caesmann), Dabestani, Hempel, Probst

SSV: Häring; Lorenz, Brink F. (46. Korselt), Nuraj, Bunk, Skrotzki, Wanek, Baselt (56. Mayerle), Grimminger, Kehrle, Schmid (68. Brink Ch.)

Tore: 0:1 Brink F., 1:1 Hempel (53.), 2:1 Dabestani (54.), 3:1 Dabestani (55.), 4:1 Dabestani (60.), 4:2 Kehrle Th. (61.), 5:2 Kehrle Ch. (80.)

Gelb: Dabestani, Probst / --

Gelb-Rot: Dabestani (73. Reklamieren)

SR: Hammerer (TSG Untermaxfeld))

Z: 350