Vorbericht Bezirksligaspiel SSV Höchstädt-TSV Meitingen
(JFI). Nach einer turbulenten Woche mit der 0:5-Klatsche beim BSV Berg im Gau, der vorzeitigen Entlassung von Trainer Peter Jurida und einer gelungenen Rehabilitation am Mittwochabend mit einem 4:1-Erfolg bei der SpVgg Altisheim-Leitheim, hoffen die Höchstädter Bezirksliga-Fußballer wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Allerdings wird die Aufgabe am Sonntag im heimischen Josef-Konle-Stadion gegen den TSV Meitingen nicht einfach. Die Gäste gehören zusammen mit dem VfR Jettingen zu den „Remis-Königen“ der Liga: In 23 Spielen spielten sie zwölf Mal unentschieden. Dazu kommen sieben Siege und nur vier Niederlagen. Das Hinspiel endete torlos, wobei die Donaustädter auch eine halbstündige Überzahl gegen die von Andreas Wessing trainierte Mannschaft nicht in Treffer ummünzen konnten. Personell kommen die Rothosen mittlerweile auf dem Zahnfleisch daher, zu allem Überfluss verletzte sich mit Bernd Sluka ein weiterer Spieler in Altisheim und verlängert die Liste der Ausfälle. Da mit dem gesperrten Florian Lorenz sowie den verletzten Stephan Schwenkreis und Walter Zweigardt weitere Kicker nicht eingesetzt werden können, bedient sich das Interimsgespann Mayerle/Lorenz bei den A-Junioren sowie in der zweiten Mannschaft, um diese schwierige Phase zu überbrücken. „Mit der am Mittwoch gezeigten Leistung wird auch gegen Meitingen was zu holen sein“, zeigte sich Michael Mayerle zuversichtlich: „In schwierigen Zeiten muss man halt zusammenstehen, dann ist vieles möglich.“
Voraussichtliche Aufstellung:
Niederhofer; Mayerle, Nuraj, Bunk, Skrotzki, Wanek, Baselt (?), Grimminger, Kehrle, Veh, Korselt, Schmid
_______________________________________________________________________
Spielbericht SSV Höchstädt-TSV Meitingen (2:1) 5:3
(JFI). Ein abwechslungreiches Spiel sahen die Zuschauer im Höchstädter Josef-Konle-Stadion bei der Bezirksliga-Partie der heimischen Rothosen gegen die Gäste aus Meitingen. War am vergangenen Mittwoch noch Nicolas Korselt der Matchwinner für die Donaustädter, avancierte sein Sturmpartner Thomas Kehrle zum "Man of the match". Zweiter Sieggarant war diesmal auch Höchstädt`s Keeper Benrd Niederhofer, der in den entscheidenen Situationen seine Mannschaft auf Spur hielt und mit sensationellen Paraden die Gästestürmer zum Verzweifeln brachte. Von Beginn merkte man beide Mannschaften den Siegwillen an, schon in den Anfangsminuten wurde um jeden Ball gekämpft. Die ersten Möglichkeiten boten sich dann den Gästen, als SSV-Keeper mit zwei Reflexen aus kürzester Entfernung in der zwölften Minute vor dem Rückstand bewahrte. Sechs Minuten später war er aber dann machtlos, als nach einem groben Abwehrschnitzer seiner Vorderleute TSV-Torjäger Jan Blochum frei vor ihm auftauchte und ihn mit einem Heber zum 0:1 überwand. Die Rothosen zeigte sich aber keineswegs geschockt, denn bereits im Gegenzug schob Korselt zum vermeindlichen Ausgleich ein, der Treffer fand jedoch auf Grund einer Abseitstellung richtigerweise keine Anerkennung. In der 20. war es dann aber doch sowiet, als ein Querpass von Christopher Schmid auf Korselt zwar noch geblockt wurde, der Abpraller jedoch vom agilen Rainer Grimminger unhaltbar in die Maschen gedonnert wurde. Acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es dann Kehrle, der für die 2:1-Pausenpfiff sorgte. Nach einem schnelle vorgetragenen Konter brachte der aufgerückte Islam Nuraj mit einem Pass Kehrle ins Spiel, letzterer überwand mit einem gefühlvollen Heber Gästekeeper Michael Potnar. Gleich mit zwei Paukenschlägen begann dann der zweite Spielabschnitt. Drei Minuten waren gespielt, als Kehrle zum Solo ansetzte und dem zur Halbzeit eingewechselten TSV-Keeper Benjamin Seidel mit einem platzierten Schuß ins Eck keine Abwehrmöglichkeit ließ. Mit einem Freistoß aus halbrechter Position hatte dann Grimminger dann gar das 4:1 auf dem Fuß, sein raffiniert gezirkelter Ball krachte allerdings an den Außenpfosten. Im Gegenzug machte es dann TSV-Stürmer Jürgen Koch wieder spannend, als er eine Unachtsamkeit nach einem schnell ausgeführten zum 2:3-Anschlußtreffer in der 52. Minute nutzte. Patrick Wanek und Uli Bunk hatten dann zwischen der 69. und 71. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß, setzten aber beide das Spielgerät aus aussichtsreichen Positionen nur knapp neben den langen Pfosten. Neun Minuten vor Spielende trat dann wieder SSV-Keeper Niederhofer auf den Plan, als er einen Schuß von Bastian Stefanovic aus dem Winkel fischte, den anschließenden Nachschuß jagte der Meitinger Denis Buja in die Wolken. Mit einem Doppelschlag sorgte dann das Sturm-Duo Kehrle und Korselt für die Entscheidung. So blieb Korselt nach einem weiten Ball vom eingwechselten Florian Baselt eiskalt und schob das Leder gekonnt ins lange Eck, nur zwei Minuten später sorgte Kehrle nach einer Stafette über mehrere Stationen mit seinem dritten Treffer für die entgültige Entscheidung. Der letzte Treffer in diesem torreichen Spiel von Buja in der Nachspielzeit war dann nur noch Kosmetik, die Donaustädter bleiben mit dem zweiten Sieg in Folge nach der Trainerentlassung weiter ungeschlagen.
Die Aufstellungen:
SSV: Niederhofer; Brink Fa. (80. Veh), Mayerle, Nuraj, Bunk, Skrotzki, Wanek, Grimminger, Kehrle (88. Schwenkreis), Korselt, Schmid (58. Baselt)
TSV: Potnar (46. Seidel), Koch, Stefanovic, Winkler (72. Probst), Berisha, Steppich, Blochum, Jäger, Osman, Meir, Buja
Tore: 0:1 Blochum (18.), 1:1 Grimminger (20.), 2:1 Kehrle (37.), 3:1 Kehrle (48.), 3:2 Koch (52.), 4:2 Korselt (84.), 5:2 Kehrle (86.), 5:3 Buja (90+2)
Gelb: Brink F., Nuraj, Wanek / Koch, Stefanovic, Blochum, Osman, Buja
SR: Tobias Schlaffer (SpVgg Kaufbeuren)
Z: 200